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Unsere Veröffentlichungen

Die in Hongkong am häufigsten genutzte Rechtsform ist die Private Limited Company, kurz als „Limited“ oder „Ltd.“ bezeichnet.


Eine Limited kann von einer in- oder ausländischen natürlichen und/oder von einer juristischen Person ohne persönliches Erscheinen und ohne notarielle Form einfach und schnell errichtet und beim Companies Registrar (zentrales Handelsregister in Hongkong) eingetragen werden. Der Gründer der Gesellschaft ist der Shareholder (Aktionär oder Gesellschafter). Ihm gehört die Gesellschaft und ihm steht der Gewinn der Gesellschaft zu.


Der Shareholder bestellt mindestens einen Director (Geschäftsführer), der die Gesellschaft vertritt. Er muss nicht in Hongkong ansässig sein. Es ist möglich, dass der Gesellschafter sich selbst zum Director bestellt. Jedoch ist es nicht zulässig, eine juristische Person als alleinigen Director einzusetzen.


Beide Organstellungen, also Shareholder und Director, können darauf spezialisierten Treuhändern (Nominees) übertragen werden. Wir bieten unseren Klienten diese Dienstleistung an.


Ferner benötigt die Gesellschaft einen Secretary und ein Registered Office als Verbindung zum Handelsregister und der örtlichen Verwaltung in Hongkong.


Die Hongkong–Limited kann in Deutschland u. a. als Komplementärin (unbeschränkt haftende Gesellschafterin) in einer deutschen Personengesellschaft, z. B. Limited & Co. KG eingesetzt werden. Damit haben Sie eine im deutschen Handelsregister eingetragene Personengesellschaft mit einem ausländischen Haftungsschutzschild.


Die Verwaltung der Hongkong Gesellschaft

Auch die Verwaltung einer Hongkong–Gesellschaft ist unkompliziert: Die Vorschriften (Companies Ordinance, Chapter 32, Laws of Hong Kong) lassen es zu, dass die Gesellschaft den Ort der Geschäftsleitung, also ihren tatsächlichen Verwaltungssitz, in jedem beliebigen Land der Erde haben kann – z. B. auch in Deutschland. Lediglich der rechtliche Sitz und eine Zustellanschrift (Registered Office) müssen sich in Hongkong befinden.


Einmal im Jahr ist dem Handelsregister in Hongkong anzuzeigen, wer aktuell die Gesellschafter und Geschäftsführer der Gesellschaft sind (Annual Return) sind. Ebenfalls jährlich ist der Jahresabschluss der Gesellschaft (Annual Account) dort einzureichen. Für beide Auflagen bieten wir Hilfen und einen Erinnerungsservice an.


Die Aufgaben des Directors

Ein Director entspricht einem deutschen Geschäftsführer. Er vertritt die Gesellschaft nach außen und ist für alle geschäftlichen Angelegenheiten des Unternehmens verantwortlich.


Pflichten des Directors gegenüber dem Companies Registrar

  • Termingerechte Abgabe des Annual Accounts (Jahresbilanz der Gesellschaft)
  • Termingerechte Abgabe des Annual Return (jährliche Erklärung gegenüber dem Finanzamt)
  • Benachrichtigung über Änderungen innerhalb der Gesellschaft (z. B. Aufnahme weiterer Gesellschafter)

Die Verantwortung für die termingerechte Einreichung obliegt allein dem Director.


Die Aufgaben des Secretary

Der Secretary (Schriftführer) verwahrt die Unterlagen der Gesellschaft. Er ist offiziell die Kontaktperson gegenüber den Behörden bei allen verwaltungsrechtlichen Angelegenheiten. Als Secretary kann auch eine juristische Person fungieren.


Das Registered Office

Das Gesetz in Hongkong schreibt für alle Gesellschaften ein Registered Office vor. Rechtlich handelt es sich dabei um den satzungsmäßigen Sitz in Hongkong. Tatsächlich soll Ihre Gesellschaft unter der Adresse des Registered Office postalisch erreichbar sein. Ferner erwartet der Gesetzgeber, dass am Registered Office auch eine Person (der Secretary) anzutreffen ist und Unterlagen der Gesellschaft geführt werden.


Im Registered Office müssen u. a. folgende Unterlagen geführt werden:

  • Liste der Directors und des Secretary
  • Liste der Shareholder

Sämtliche Listen werden als „Statutory Books“ bezeichnet.


Das Gesellschaftskapital

Das gesetzlich vorgeschriebene Mindest-Grundkapital einer Hongkong–Limited beträgt derzeit 1,00 Hongkong Dollar (HKD) (entspricht 0,01 EUR). Selbstverständlich steht es Ihnen frei, ein beliebig höheres Grundkapital zu wählen. Üblicherweise werden Gesellschaften mit HKD 10.000 ausgestattet.


Die Haftung

Die Gesellschaft haftet für ihre Verbindlichkeit nur mit ihrem Vermögen – weder der/die Gesellschafter noch der/die Geschäftsführer mit deren Privatvermögen. Nur bei Straftaten oder Insolvenzverschleppung kann es zu einer persönlichen Durchgriffshaftung kommen.

Nachdem die Entscheidung gefallen ist, einen großen Betrag für den Erwerb einer Yacht auszugeben, müssen wichtige Entscheidungen getroffen werden, um sie sorgenfrei in vollem Umfang nutzen und genießen zu können. In diesem Artikel wird beschrieben, welche Fragen für zukünftige Eigentümer wichtig sind und welche rechtlichen Erwägungen dabei eine Rolle spielen.


Wie erwirbt und hält der Interessent das Eigentum an der Yacht: persönlich, also im eigenen Namen, oder über eine zwischengeschaltete Gesellschaft? 

Das Eigentum an der Yacht über eine Gesellschaft, ob im Heimatland des Eigners oder im Ausland (z. B. Malta), zu halten, bietet nicht nur ein höheres Maß an Anonymität für den (wirtschaftlich berechtigten) Eigentümer, sondern schützt ihn auch gegen Haftungsansprüchen besser, als wenn er selbst im Schiffsregister eingetragen wäre. Auch steuerliche Erwägungen können wichtig werden, denn Gesellschaften können bei richtiger (legaler) Gestaltung unter Einbeziehung des Fahrtgebiets, der Nutzung und des Standorts interessante Steuervorteile bieten. Häufig geht damit die Nachlassplanung des Eigners einher.


Erfahrene Fachleuten raten durchweg zur Errichtung einer Gesellschaft, deren alleiniger Zweck im Halten und im Betrieb der Yacht besteht und die nur dafür gegründet wird. Sie ist dann eine „Special Purpose Entity“, damit sie den Vorteil der beschränkten Haftung, der Anonymität und der steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten nutzen kann, dabei aber das anderweitige Vermögen des Gesellschafters/Eigentümers außenvor lässt.


Unterschiede beim Kauf von neuen und gebrauchten Yachten?

Yachten werden entweder neuwertig direkt von der Werft erworben, als Neubau in Auftrag gegeben oder gebraucht gekauft.


Bei einer neuen Yacht muss besonderer Wert auf eine umfangreiche Dokumentation gelegt werden, die neben den üblichen Regelungen auch alle technischen Spezifikationen enthält, die für etwaige Garantien und sonstige Mängelgewährleistungsrechte bedeutsam werden können.


Beim Kauf einer gebrauchten (sog. Second-Hand-)Yacht werden die wichtigsten Bedingungen in der Regel über einen Yachtmakler in einem Memorandum of Agreement („MoA“) vereinbart, das von beiden Parteien unterzeichnet wird. Das MoA ist eine rechtsverbindliche Vereinbarung zwischen Verkäufer und Käufer und deshalb einem Kaufvertrag gleichzusetzen. Deshalb ist es empfehlenswert, dass beide sich vor Unterzeichnung des MoA rechtlich beraten lassen, um sich abzusichern, dass ihre jeweiligen Rechte berücksichtigt werden.


Es gibt mehrere Versionen von MoAs. Am häufigsten werden für Yachten das „Mediterranean Yacht Brokers Agreement“ und der Mustervertrag der Royal Yachting Association verwendet. Bei sehr großen Yachten kommt auch die erweiterte Fassung der Norwegian Sale Form (üblich für Handelsschiffe) zur Anwendung.

Wird beabsichtigt, eine Yacht als Einzelobjekt quasi maßgeschneidert bauen zu lassen, ist das Fachwissen und die Beratung eines darauf versierten Anwalts unerlässlich, um Design- und Neubauaufträge in allen Einzelheiten zu prüfen und anzupassen, sowie eventuell einen Projektmanager zu finden und anzustellen, um umfassend alle Beteiligten, einschließlich der Werft und aller Zulieferer im Sinne des Bauauftrages, zu koordinieren und zu überwachen


Arten von Neubau

Beim Neubau von Yachten sind zu unterscheiden: Serienyachten, sog. Semi-Custom-Yachten (Serienyachten mit zahlreichen zusätzlichen Ausstattungswünschen des Käufers), und Yachten in Einzelanfertigung.

Serienyachten sind in der Regel am günstigsten und am schnellsten lieferbar. Sie bieten wenig Spielraum, um sie individuell auszustatten. Der Kauf- und Bauvertrag wird dem Käufer in der Regel in einer Standardform präsentiert und bietet kaum Möglichkeiten, um zu modifizieren.


Am anderen Ende der Skala werden Einzelanfertigungen vollständig nach den Vorstellungen und Anforderungen des Auftraggebers gebaut. Eine enge Zusammenarbeit zwischen ihm und seinem Team in der anfänglichen Entwurfsphase sowie regelmäßige Besuche auf der Werft während des Baus der Yacht sind erforderlich. Die Unterstützung von einem qualifizierten Experten für die Bauaufsicht oder eines Projektmanagements wird empfohlen, um sicherzustellen, dass der Neubau termingerecht und wie vereinbart – einschließlich des Kostenbudgets – abgewickelt wird.


Bei einem Neubau, d.h. der Bestellung einer Einzelanfertigung oder Semi-Custom-Yacht, ist die genaue Prüfung des Bauauftrags zwingend erforderlich.


Wichtige Klauseln beim Neubau

  • Technische Spezifikation und Pläne: Insbesondere, wenn die Yacht eine Sonderanfertigung ist, mithin ihre eigenen, spezifischen Anforderungen an Design, Qualität und Leistungen sowie ihre Innenausstattung und ihr Layout hat. Diese Kategorien werden in der Regel in zahlreichen Anlagen zum Hauptvertrag aufgenommen.
  • Vereinbarter Preis/Änderung der Kosten
  • Zahlungsmodalitäten: Bevor der Bau beginnt, wird zumeist die erste Tranche des Kaufpreises als Anzahlung fällig. Nachfolgende Raten erfolgen dann nach Beendigung bestimmter Bauphasen (d.h. Kiellegung, Bau des Rumpfs und Stapellauf), die von einem Vermesser einer unabhängigen Klassifikationsgesellschaft bestätigt werden. Die Zahlung der letzten Rate wird mit der Übergabe der Yacht oder alternativ an einem vereinbarten Zeitpunkt unabhängig von einem Fertigstellungsdatum geleistet.
  • Unteraufträge/Lieferanten (z. B. Motoren und Navigationssysteme)
  • Mängel bei Nichterfüllung oder mangelhafter Erfüllung
  • Risiken (Versicherung der Werft während des Baus)
  • Sicherheiten (Garantien für Rückzahlungsansprüche zugunsten des Eigentümers/Zahlungsgarantien zugunsten der Werft; unterlegt durch eine Bürgschaft oder Bankgarantie)
  • Probefahrten: Der Vertrag sollte die Probefahrten und Tests festlegen, die während des Baus und nach dem Bau durchgeführt werden sollen; der Käufer sollte berechtigt sein, dazu einen Vertreter zu stellen, der das Ergebnis neben der Klassifikationsgesellschaft verbindlich beurteilen kann.
  • Dokumentation und Ablieferung der Yacht: Der Vertrag muss sowohl den Zeitpunkt als auch das Verfahren für die Übergabe/Ablieferung festlegen. Dazu gehört auch die Festlegung der Unterlagen, die bei der Ablieferung der Yacht an den Erwerber zu übergeben sind.
  • Garantie und deren Laufzeit
  • Verzug
  • Streitigkeiten: Üblich ist die Vereinbarung eines Schiedsgerichtsverfahrens.
  • Anzuwendendes Recht

Gebrauchte Yacht

Häufig werden Yachten nach dem ersten Eindruck, quasi als „Liebe auf den ersten Blick“ gekauft. Jeder Kaufinteressent sollte aber sicherstellen, dass die wichtigsten nachstehenden Angelegenheiten geprüft wurden, um schlechte und teure Überraschungen zu vermeiden.

Gutachten: „Ich sah die Yacht; sie schien in gutem Zustand zu sein, der Verkäufer hat mir gesagt, dass sie in einwandfreiem Zustand sei, warum sollte ich einen Sachverständigen beauftragen, der das Gleiche bestätigt?“

Dafür einen Aufpreis zahlen? Ja, denn der Sachverständige würde zukünftig weitere versteckte Kosten sparen helfen. Es empfiehlt sich immer, einen Sachverständigen hinzuzuziehen, um ein Gutachten vor Abschluss des Kaufvertrags durchzuführen oder die Yacht in der Praxis, also auch auf See, zu testen. Jeder Kaufinteressent sollte genau wissen, was er erwirbt und eine Vorstellung über die Höhe der zu erwartenden zukünftigen Kosten haben. Befindet sich die Yacht in einem einwandfreien Zustand, so kann sich der Erwerber sicher fühlen; falls nicht, ist der Kaufinteressent in der Lage, den verlangten Preis runterzuhandeln oder zu verlangen, dass Mängel, vor allem solche, die die Seetüchtigkeit der Yacht beeinträchtigen, auf Kosten des Verkäufers vor der Übergabe beseitigt werden.


Wichtige Klauseln bei einer gebrauchten Yacht – Überprüfung des MoA/Dokumentation und Übergabe der Yacht

Der Vertrag muss sowohl den Zeitpunkt der Übergabe der Yacht, als auch deren Ablauf festlegen und insbesondere die Unterlagen detailliert angeben, die vom Verkäufer im Austausch gegen Zahlung des Kaufpreises übergeben werden müssen.


Wichtige Regelungen des MoA oder des Kaufvertrags 

  • Preis und Zahlungsart (in der Regel 10 % Anzahlung bei Unterschrift und der Restbetrag bei Übergabe im Austausch gegen die vereinbarten Unterlagen)
  • Sonderregelungen (z. B.: die Zusage einer beantragten Finanzierung, Mängel, die vom Käufer identifiziert und akzeptiert werden, ohne die Möglichkeit, den Preis neu zu verhandeln)
  • Probefahrten und Gutachten über den Zustand
  • Termine für Probefahren und Gutachten, Regelungen über anschließende Abnahme oder Ablehnung der Yacht
  • Ort der Übergabe
  • Aktueller Status der entrichteten Mehrwertsteuer
  • Regelungen bei abgelehnter Abnahme der Yacht
  • Mängel und deren Rechtsfolgen, insbesondere im Hinblick auf eine gezahlte Kaution, die Maklercourtage sowie Kündigung und Schadensersatz
  • das auf den Vertrag anwendbare Recht

Unterlagen, die bei der Übergabe im Original ausgehändigt werden sollten

  • Inventarliste (Auflistung aller Motor-, Deck- und Innenteile, die mitverkauft werden und sich an Bord befinden; sie sollte vom Verkäufer als vollständig unterschrieben werden)
  • „Bill of Sale“ bei Yachten mit englischer Registrierung als Zeichen des Eigentumsübergangs
  • Bestätigung des Herstellers/der Werft („Builder Certificate“) und, falls vorhanden, die vorangegangene Bill of Sale
  • Aktueller Auszug aus dem Schiffsregister (abhängig von der Flagge, Schiffslänge, Art der Registrierung, Tonnage und ob die Yacht klassifiziert ist oder nicht)
  • Sämtliche Logbücher, Messbriefe, Risse, Handbücher, Unterlagen über die Technik und Elektronik an Bord, Gebrauchsanweisungen
  • Eine allgemeine Zuordnung aller aktuellen Garantien für die Yacht und ihre Ausrüstung und Komponenten;
  • Wenn die Yacht über eine Gesellschaft gehalten wird und/oder diese sie veräußert: eine vollständige Dokumentation der Firma und dass sie zum lastenfreien Verkauf ermächtigt ist
  • Protokolle von Gesellschafterversammlungen und deren Beschlüssen sowie die Vollmacht für den Kauf/Verkauf und die Übergabe der Yacht.
  • Quittung über die entrichtete Mehrwertsteuer oder eine Bestätigung des wirtschaftlichen Eigentümers des Verkäufers darüber, wann die Yacht vorläufig in die EU eingelaufen ist bzw. bei einer Zulassung als Handelsschiff darüber, wann sie als solches eingeführt wurde.
  • Rechnungen für das Zubehör und Ausrüstungsgegenstände, die mit der Yacht verkauft werden
  • Persönliche Garantie, vorzugsweise vom wirtschaftlich Berechtigten, in der das Eigentum an der Yacht und die vollständige Lastenfreiheit zugesichert wird (es ist mitunter schwierig, sie zu erhalten, jeder Käufer sollte aber darauf bestehen)
  • Aktueller Auszug aus dem zuständigen Schiffsregister, das etwaig eingetragene Pfandrechte zeigt (die bei der Übergabe zu löschen sind) oder die Lastenfreiheit belegt
  • Wenn die Yacht einer Klassifizierungsgesellschaft unterliegt: eine aktuelle Bestätigung der „Klasse“, dass sie sämtliche Empfehlungen und Auflagen erfüllt hat
  • Bestätigung des zuständigen Schiffsregisters der Yacht, dass keine Gebühren oder Abgaben offen sind
  • Bestätigung der Besatzung, dass keine Ansprüche gegen den Verkäufer bestehen
  • Verpflichtung zur Löschung des Eigentümers der Yacht, wenn die Löschbescheinigung bei Übergabe nicht verfügbar ist
  • Handelsrechnung
  • Übergabeprotokoll

Der Kauf einer (Super-)Yacht ist nicht nur wegen der hohen Investitionssumme eine außerordentlich komplexe Angelegenheit, die trotz aller Freude an der späteren Nutzung zahlreiche Risiken und Fallstricke beinhaltet. Deshalb ist die vertragliche Regelung aller Eventualitäten sehr wichtig, die durch versierte und erfahrene Fachleute vorgenommen werden sollte.

Die Rechtsanwälte Dr. Qing-Yun Jiang aus Shanghai und Henning Schwarzkopf aus Hamburg haben in Shanghai eine noch engere Zusammenarbeit vereinbart.


Sie bieten deutschen Mandanten Rechtsberatung in China und chinesischen Klienten eine Beratung in allen Fragen um das deutsche Recht an.


Da Herr Rechtsanwalt Dr Qing-Yun Jiang in Hamburg studiert und promoviert hat, spricht er fließend deutsch und ist mit dem deutschen Rechtssystem sowie den deutschen Gepflogenheiten vertraut.


Herr Rechtsanwalt Henning Schwarzkopf besucht China (Shanghai und Hongkong) in monatlichen Abstände, so daß ein regelmäßiger Austausch stattfinden kann, der den Mandanten zugute kommt.

Rechtsanwalt Henning Schwarzkopf bekräftigte Ende Juni anlässlich eines Treffens in Shanghai mit den Rechtsanwälten Humberto Pacheco A., Gründer & Chairman und Aleandro Antillon A., Managing Partner von Pacheco Coto aus San José, Costa Rica, die schon lange bestehende Zusammenarbeit beider Kanzleien. Anwesend und ein wesentliche Ergänzung dabei war Rechtsanwalt Dr. Qing-Yun Jiang aus Shanghai, einem Experten im internatioanlen Handdelsrecht mit Studium und Promotion in Hamburg.


Pacheco Coto kann zu Recht als renommierteste Anwaltskanzlei in Mittelamerika bezeichnet werden. Sie unterhält neben ihrem Hauptsitz in San José, Costa Rica Niederlassungen in El Salvador, Guatemala, Honduras und Nicaragua, dazu noch ein gemeinsames Büro mit Henning Schwarzkopf in Hongkong und Shanghai.


Als Ausdruck und Belege ihrer kontinierlich hohen Beratungsqualität zeugen die zahlreichen Auszeichnungen, die Pacheco Coto jährlich erhält, so zuletzt die Wahl unter die Top 250 Rechtsanwälte in Lateinametrikas (Latin Lawyers 250) und die Ehrung von Chambers als "Leading Firm in Latin America".

Mit der engen Zusammenarbeit ist es nunmehr leichter möglich, deutsche und europäische Mandanten quasi "nahtlos" rechtlich nach Lateinamerika zu begleiten und zu betreuen, während gleichmaßen dort ansässige Unternehmen und Klienten im deutschen und europäischen Recht beraten werden können.


Mit dem zusätzlichen Standort in Shanghai, der sowohl für deutsche als auch für mittelamerikanische Mandanten (Handelsunternehmen diverser Branchen, insbesondere im Nahrungsmittelbereich) immer wichtiger wird, ist gewährleistet, dass ihre Rechte dort umfassend geschützt werden. Chinesische Unternehmen haben die Möglichkeiten Mittel - und Südamerikas entdeckt und nehmen gern das Leistungsangebot eines mittelständisch organisierten und grenzüberschreiten Zusamenschlusses von Rechtsanwälten an. All dies ist nun unter dem Dach der Rechtsanwaltskanzlei Henning Schwarzkopf möglich.

Was ist Bitcoin? 

Bitcoin ist eine digitale Währung, die Peer-to-Peer-Technologie verwendet, um ohne zentrale Aufsichtsbehörde zu funktionieren. Sie erlaubt Funktionen, die bei Verwendung anderer Zahlungssysteme nicht möglich sind. Die Verwaltung der Transaktionen und die Ausgabe von Bitcoins erfolgt gemeinsam durch ein Netzwerk. Auf der Grundlage sowohl herkömmlicher als auch neuer Technologien ist Bitcoin eine Erweiterung der traditionellen Zahlungsmittel und die am schnellsten wachsende Währung der Welt mit einem Gegenwert von über 800 Millionen US-Dollar.


Bitcoin ist die erste dezentralisierte digitale Währung der Welt; sie wurde von einer oder mehreren Personen unter dem Pseudonym „Satoshi Nakamoto“ ins Leben gerufen. Es gibt keine zentrale Behörde für den Bitcoin - Zahlungsverkehr, sondern nur die Unterstützung durch ein Peer-to-Peer-Computernetzwerk. Die Rechner in diesem Netzwerk generieren Bitcoins mathematisch mit einer komplizierten Zahlenverarbeitung, die als Bitcoin „Mining“ genannt wird. Die Gesamtzahl der Bitcoins, die jemals hergestellt werden können, ist auf rund 21 Millionen begrenzt.


Wie funktioniert Bitcoin? 

Um Bitcoin zu verwenden, benötigt man ein „Portemonnaie“, das sog. „Wallet“, das eine Bit-coin-Adresse generiert. Die Adresse kann anderen Personen mitgeteilt werden, um damit Zah-lungen über diese Adresse zu empfangen oder zu überweisen; dafür müsste man Bitcoins erwerben.


Bitcoins (oder Teile von Bitcoins, die als „Satoshis“ bekannt sind) können gegen die traditionellen Währungen an mehreren Börsen gewechselt werden und können auch direkt von einem Benutzer zu einem anderen über das Internet mit einer dafür geeigneten Software übertragen werden. Damit ist Bitcoin für internationale Transaktionen sehr geeignet und vermeidet Bankgebühren oder Wechselkurse.


Guthaben - „Block Chain“ 

Hierbei handelt es sich um ein öffentliches Transaktionsverzeichnis, das für den Betrieb des gesamten Bitcoin-Netzwerks von grundlegender Bedeutung ist indem es alle bestätigten Transaktionen erfasst. Auf diese Weise kann verifiziert werden, dass bei alle Zahlungsvorgängen Bitcoins verwendet werden, die auch tatsächlich der zahlenden Person gehören. Dabei wird Kryptographie verwendet, um die Identität und die chronologische Reihenfolge der Block Chain sicherzustellen.


Zahlungsverkehr – „Private Keys“ 

Der Zahlungsverkehr erfolgt mit einer Wertübertragung zwischen Bitcoin-Adressen, die im Block Chain Verzeichnis registriert sind. Ein „private key“ ist ein verschlüsseltes Datenelement, das zu jeder Bitcoin-Adresse gehört und im jeweiligen Bitcoin „Wallet“ gespeichert ist.


Private Keys werden als Signatur für Transaktionen verwendet, um belegen zu können, dass die Person ist, die die Verfügung vornimmt auch Eigentümer der Bitcoin Adresse ist und um zu verhindern, dass ich nachträgliche Änderung der Zahlung erfolgen sobald sie abgeschlos-sen wurde.


Zahlungsabwicklung – „Mining“ 

Alle Zahlungen werden zwischen den beteiligten Personen, also dem Zahlenden und dem Empfänger übermittelt und in einem Verfahren bestätigt, das als „Mining“ bezeichnet wird. Mining ist ein Algorithmus-System, mit dem noch nicht ausgeführte Transaktionen bestätigt werden, indem sie nach sehr strengen kryptografischen Regeln in die Block Chain aufgenommen werden. Mining erzwingt eine chronologische Reihenfolge in diesem Register und garantiert dessen Neutralität. Darüber hinaus verhindert Mining, dass einzelne Personen den Inhalt der Block Chain kontrollieren oder Teile davonersetzen, um eigenen Transaktionen rückgängig zu machen oder zu ändern.


Vorteile von Bitcoin gegenüber herkömmlichen Währungen 

Die Verwendung von Bitcoins bietet gegenüber herkömmlichen Währungen einige Vorteile:

  • Bitcoin ist eine übertragbare und speicherbare Währung außerhalb des Bankensystems - keine Banken, keine zentrale Aufsichtsbehörde und keine physische Prägung
  • Digital - die Währung existiert ausschließlich online.
  • Dezentrales Netzwerk - Keine Zentralbank kann neuen Bitcoins ausgeben und/oder abwerten.
  • Verschlüsselte Transaktionen
  • Durchgehend verfüg- und handelbar 24/7.
  • International
  • Schnellere Transfers als von Banküberweisungen
  • Keine Rückbelastungen und „immun“ gegen Betrugshandlungen bei Onlinezahlungen („friendly fraud“) - sobald Bitcoins übertragen wurden, kann die Verfügung nicht rückgängig gemacht werdenTransparent.
  • Niedrige Transaktionsgebühren

Risiken 

Bitcoins haben eine Reihe von Nachteilen und Risiken. Dazu gehören insbesondere:

  • Keine Garantie für den Wert der Bitcoin Währung - da es keine zentrale Behörde gibt, kann niemand die Mindestbewertung von Bitcoins garantieren. Wenn eine große Gruppe von Händlern das System verlässt, wird der Wert sinken und mit negativen Auswirkungen auf andere Eigentümer von Bitcoins haben.
  • Schwankungen des Bitcoin – Wertes. Es kann zu großen Wert – Schwankungen, die sich nach der Nachfrage richten. Dies führt nicht nur zu Unsicherheit, sondern auch zu Kritik an der Legitimität von Bitcoin als Währung.
  • Bitcoin Wallets können verloren gehen oder gestohlen werden - wenn eine Festplatte abstürzt oder ein Virus die Computerdateien beschädigt, können Bitcoins ohne Möglichkeit der der Wiederherstellung verloren gehen.
  • Bitcoins sind noch nicht allgemein anerkannt - da sie nur von einer sehr kleinen Gruppe von Online-Händlern akzeptiert werden, ist es noch nicht möglich, sich ausschließlich auf Bitcoins als Währung zu verlassen.
  • Kein Käuferschutz - Der Käufer, der Waren mit Bitcoin gekauft hat, kann eine Transaktion nicht rückgängig machen, wenn der Verkäufer die versprochene Ware nicht versendet.
  • Keine physische Form - Bitcoins müssen in herkömmliche Währungen umgewandelt werden, um in Geschäften verwendet zu werden, es sei denn, ein System von Bitcoin-Karten wird gschaffen und implementiert.
  • Kein Tracking - Transaktionen sind nicht rückverfolgbar, es sei denn, Benutzer ver-öffentlichen ihre Wallet-Adresse.

Sicherheitsmaßnahmen vorhanden 

Um solchen Risiken entgegenzuwirken, gibt es verschiedene Sicherheitsmaßnahmen; so kann der Private Key verschlüsselt werden, Daten werden in einem TrueCrypt - Bereich auf drei getrennten Flash-Laufwerken gespeichert, und das Passwort zu diesem Bereich wird dann in drei Teile unter Verwendung des 2-von-3 Geheimnis-Modells aufgeteilt. Elektronische Sicherheit wird mit physischer Sicherheit kombiniert, wodurch sichergestellt wird, dass jedes Flash-Laufwerk mehrmals kopiert und in einem Bankschließfach an drei verschiedenen geo-grafischen Standorten verwahrt wird. Darüber hinaus wird nur ein Teil des Private Keys in einer bestimmten Bank gespeichert, um sicherzustellen, dass, wenn eine einzelne Safebox gefährdet ist, die Sicherheit der Gelder überwiegt.


Besitzt Bitcoin alle Eigenschaften, um als „Geld“, also als Zahlungsmittel zu gelten? 

Es gibt neun Merkmale für ein Medium, um als „Geld“ angesehen zu werden, und es scheint, dass Bitcoin in Bezug auf Gold und herkömmliche Währungen erhebliche Vorteile hat.

  • Knappheit – die Geldmenge von Bitcoins ist streng kontrolliert und vorhersehbar
  • Übertragbar - Große Mengen an Bitcoin können problemlos auf ein Flash-Laufwerk passen und an einen Empfänger irgendwo auf der Welt übertragen werden.
  • Teilbar - Gegenwärtig ist Bitcoin bis zu 8 Dezimalstellen teilbar
  • Authentische Verifizierung - Es ist nicht möglich, Bitcoin visuell zu identifizieren, da es nicht physisch existiert, jedoch kann man mit fortgeschrittener Software Bitcoin in der Block Chain identifizieren.
  • Speicherung - Bitcoin kann leicht gespeichert werden, und Backup-Methoden wie Cloud-Speicher können verwendet werden, um das Risiko von Verlusten zu reduzieren.
  • Fungibel - Gegenwärtig sind alle Bitcoins gleichwertig.
  • Schwer zu fälschen - Es wird allgemein als fast kryptographisch unmöglich angese-hen, einen Bitcoin zu fälschen
  • Weit verbreitete Verwendung - das ist die problematischste Eigenschaft, da Bitcoin nur von einer relativ kleinen Anzahl von Websites und Händlern akzeptiert wird.

Regulatorischer Ausblick 

Die Behandlung von Bitcoins variiert in verschiedenen Ländern und reicht der Einstufung als Zahlungsmittel über eine Anlageklasse, einen hochsicheren globalen P2P Informationsaustausch, eine Technologieplattform bis sogar zu einer selbständige Startup-Einheit.


Bericht der Europäischen Zentralbank über virtuelle Währungssysteme 

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat kürzlich einen Bericht über digitale Währungen veröffentlicht, in dem sie feststellt, dass diese Währungen Risiken bergen, die möglicherweise eine künftige Regulierung erfordern. Ein Anstieg der Verwendung von virtuellem Geld könnte möglicherweise zu einem Rückgang der Verwendung von "echtem" Geld führen, was wiederum die Größe der Bilanzen der Zentralbanken und ihre Fähigkeit, die kurzfristigen Zinssätze zu beeinflussen, wesentlich verringern würde - sie könnten nicht in der Lage sein, Mindestreserveanforderungen für virtuelle Währungsregelungen aufzuerlegen. Die Fähigkeit der Zentralbanken, die Preisstabilität zu überwachen und die Kontrolle über die Kreditentwicklungen zu gewährleisten, würde weniger wirksam werden.


Zu den anderen von der EZB hervorgehobenen Schwierigkeiten im Zusammenhang mit virtuellen Währungen gehört, dass die Zentralbanken nicht länger als Kreditgeber der letzten Instanz agieren könnten, um mögliche Kettenreaktionen aufgrund von Zahlungsvorfällen oder unvorhersehbaren Liquiditätsengpässen zu verhindern. Das Sicherheitsniveau von Bitcoin liegt unter dem von Geschäftsbanken, da Letztere den aufsichtsrechtlichen Anforderungen und der laufenden Überwachung unterliegen, um die Ausfallwahrscheinlichkeit zu verringern. Darüber hinaus gibt es in Bezug auf Bitcoin kein Einlagensicherungssystem.


Die EZB räumt ein, dass der Einsatz virtueller Währungen wie Bitcoin in relativ kurzer Zeit erheblich zugenommen hat, und hält eine Regulierung für notwendig, um die Risiken potenzi-eller Fehlentwicklungen zu minimieren, die den Ruf des Bankensystems als Ganzes schädigen könnten. Die EZB ist der Ansicht, dass Bitcoin nicht unter die E-Geld-Richtlinie (2009/110 / EG) fallen kann, da sie nicht alle in der Richtlinie genannten Kriterien erfüllt. Bitcoin würde auch nicht in den Anwendungsbereich der Richtlinie über Zahlungsdienste (82015/2366 EU) fallen, da diese Richtlinie die Ausgabe von elektronischem Geld nicht regelt. Ein möglicher Weg, der von der EZB aufgezeigt wird, besteht darin, dass Eigentümer virtueller Währungs-regelungen eine ähnliche Entwicklung durchlaufen wie PayPal, das eine Zulassung als Finan-zinstitut beantragt hat. Dies würde verhindern, dass diese Systeme von Kriminellen, Betrü-gern und Geldwäschern für illegale Zwecke genutzt werden.


Bitcoin in Deutschland: Was ist der Regulierungsstatus von deutschen Bitcoin Gesellschaften? 

Wir haben Mandanten kürzlich bei der Klärung der unregulierten Natur des Bitcoin-Geschäfts unterstützt. Da Bitcoin im Rahmen der MiFID nicht als reguliertes Instrument gilt, müssen Unternehmen, die mit Bitcoin Geschäfte tätigen, derzeit keinen Lizenzierungsprozess mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) durchführen. Allerdings hat das BaFin Bitcoins als Finanzinstrumente anerkannte (s. § 1 Abs. 11 Satz 1 KWG). Das schnelle Wachstum der Branche dürfte jedoch mittel- bis kurzfristig eine größere Regulie-rungsaufsicht erforderlich machen. Vor diesem Hintergrund wird es für Bitcoin-Betreiber wichtig sein, aufsichtsrechtliche Entwicklungen genau zu beobachten, einschließlich des Mi-nings und der Schaffung von Handelsplattformen und Börsen